Where the Waves Took Her
Die Dokumentation macht nicht nur auf die geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam, der viele Frauen auf ihrer Flucht ausgesetzt sind, sondern zeigt auch ihre Stärke, ihre Träume und ihre Widerstandskraft. Der Film lädt dazu ein, zuzuhören, hinzusehen, Fragen zu stellen und aktiv zu werden.
Da auch Frauen und Kinder gezwungen sind, eine der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt anzutreten, gehört eine Hebamme mittlerweile zur festen Besatzung eines Seenotrettungsschiffes. Der Film begleitet die erste Rettungsmission der Berliner Hebamme Anne-Katrin.
Ihre Reise wird parallel zur Fluchtgeschichte der Frauen erzählt. Während wir mit Anne-Katrin das starke, weibliche Versorgungsteam an Bord kennen lernen und mit ihnen auf den Ernstfall vorbereitet werden, erzählen die geflüchteten Frauen auf einer besonders gestalteten visuellen Ebene aus Langzeitbelichtungen und in einem mit Wasser gefüllten Studio über das Leid, was die Flucht nach Europa für sie mit sich gebracht hat. Die Langzeitbelichtungen schaffen verwischte, poetische Bilder, die nicht nur zur Anonymisierung und zum Schutz dienen, sondern gleichzeitig auch die emotionale Brisanz der Situation auf eine neue Art und Weise vermitteln.
Durch die Augen der Hebamme erleben wir die Realität auf dem Schiff. Sie schafft eine Brücke zu den Frauen, deren Geschichten wir teilen wollen. Unser Ziel ist es, sichtbar zu machen, was sonst verborgen bleibt: die Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste von Frauen auf der Flucht und die geschlechtsspezifischen Gefahren, denen sie ausgesetzt sind.
Buch: Jana Stallein
Regie: Jana Stallein
Kamera: Sophia Fenn
Musik: Henric Schleiner, Henning Großmann
Produktion: Wüste Film West
Bundesstart: 03.09.2026
Start in Dresden: 24.09.2026