Superman Returns

Action, USA 2006, 154 min

Naa super man, kaum ist der arme Christopher Reeve, ohne auch nur noch einmal einen winzigen Hüpfer auf der Erde gemacht zu haben unter ihr, und schon wird gottlos »Superman Return« gedreht. Pietätlose Filmindustrie, die. Um so schwerer wog da das Erbe natürlich für Brandon Routh als Superman Neueinsteiger der Woche, der sich selbstverständlich an seinem großen Vorgänger messen lassen musste und in den nächsten Wochen auch weiterhin muss. Aber eines ist, ohne Christopher aufs Beet zu treten, trotz allem jetzt schon gewiss, Brandon Routh ist smart, Brandon Routh ist einfach sympathisch und hinterlässt auch optovisuell einen schnittigen Eindruck. Ansonsten passiert inhaltlich nix viel neues. Anyway, was auch? Die Welt ist schlecht. Wissen wir! Die Welt wird immer schlechter. Wissen wir auch! …und in unserem deutschen Falle, Mehrwertsteuererhöhung 2007. Fazit: Da der Film keine Fußballweltmeisterschaft in good old Germany zum Hintergrund hat, gibt es nach der Absage Klinsis nur eine Rettung: Superman. (translate: Extramann)
Supermann, der den bürgerlichen Namen Kal-El trägt und vom schon lang nicht mehr existierenden Planeten Krypton stammt, hat sich seit sechs Jahren nicht mehr auf der Erde blicken lassen, oder auch nur eine Postkarte geschrieben. Notgedrungen musste der gemeine Erdenbürger ohne seine kraftvolle Hilfe klarkommen, was mich erst einmal nicht soo sehr beeindruckt, da ich bereits 42 Jahre ohne einen solchen Teilnehmer klarkommen musste. Davon 25 Jahre in der DDR. Das soll mir´n US-Bürger oder gar Wessi erstmal nachmachen.
Tja, das sage ich Euch, Ihr Wessis, Ihr! Na, jedenfalls ist Supermann auf die Erde rietörnt, da in the Whole Wide Universe irgendwie auch nicht seine Bestimmung liegt. Er fühlt sich verbunden mit uns unvollkommenen, jedoch zumeist aufrichtigen Gutels (Menschen). Da sind aber auch noch seine „nichtrauchenden“ Adoptiveltern auf der „Kent“-Farm in Kansas, von denen er großgezogen wurde, seinen Erdennamen „Clark“ bekam und erstmals eine „Gabel“ in der Hand hielt. Aber auch nicht zu vergessen sein große Liebe zur Starreporterin des Daily Planet, Lois Lane, die sich natürlich nach Supermans unangemeldetem Abgang vor sechs Jahren nun anderweitig gekümmert hat. Zu allem Verdrusse plant aber obendrein sein gerade aus dem Folsom Prison entlassener Erzfeind Lex Luthor, Superman nun endgültig den Garaus zu machen. Das riecht streng nach ordentlich Ärger mit anschließender Zerbröselung der oberen und unteren Zahnleiste, so dass es uns vor etwaig aufkeimender Langeweile in keinster Weise bange werden muss. Oberste Brause wieder mal Kevin Spacey als ein auf breiten Herrmann machenden Lex Luthor. Ach ja, wussten Sie eigentlich, dass der in den 30ern von Jerry Siegel und Joe Shuster erfundene „Superman“ auf Friedrich Nietzsches Konzept des Übermenschen aus seinem Werk »Also sprach Zarathustra« anspielte? Uhhh, ahhh, naa jaaa….war da nich was? Jaa war! Im Berliner Olympiastadion war auch was.
Hä, wie, wann jetzt?
Ray van Zeschau
P.S. Das Fettgedruckte soll einen Witz kenntlicher machen. (har har, brüll, wegschmeiß, schenkelklopf)