Chaos

Frankreich 2001, 106 min

Ein Mann, Paul, und seine Frau, Hélène, kleiden sich an. Sie sind in Eile. Im Fahrstuhl, der sie hinunterbringt, stehen sie Rücken an Rücken. Auf der Fahrt zu einem Abendessen wechseln sie kein Wort. Plötzlich läuft eine Frau direkt auf ihr Auto zu. Sie wird von drei Männern verfolgt. Als sie um Hilfe ruft und Schutz in ihrem Wagen sucht, verriegelt Paul ängstlich die Türen. Beide werden Zeuge einer brutalen Misshandlung. Mehr tot als lebendig lässt das Paar die junge Frau auf dem Straßenpflaster zurück. Pauls einzige Sorge gilt seinem Wagen, den er so schnell wie möglich von den Blutspuren reinigen lässt.
Am nächsten Tag quälen Hélène Gewissensbisse. Sie will herausfinden, was aus Malika, der jungen Frau, geworden ist. Sie findet sie auf der Intensivstation eines Pariser Krankenhauses. Von nun an weicht Hélène nicht mehr von ihrer Seite. Während Malika sich langsam erholt, vernachlässigt Hélène mehr und mehr ihre Familie und kümmert sich zuletzt ausschließlich um die Fremde und lernt deren Schicksal kennen.
Serreaus emotionsgeladener, packender Film, in dem komische und dramatische Momente ständig wechseln, begeisterte das Publikum auf der Berlinale 2002.