1001 Nights Apart

Dokumentation, Deutschland/Iran/USA 2021

Im Iran darf man nicht tanzen - und es ist sogar verboten, das Wort Tanz zu benutzen. In einem versteckten Studio in Teheran versucht sich eine Gruppe von jungen Leuten dennoch das Tanzen selbst beizubringen. Ihnen ist wenig von der reichhaltigen Geschichte des iranischen Tanzes vor der Revolution von 1979 bekannt. Die damals international anerkannten ProtagonistInnen wurden ins Exil gezwungen, bevor die ambitionierten jungen Leute geboren waren.

Die Filmemacherin Sarvnaz Alambeigi hat in Teheran seltene Filmaufnahmen des damaligen Nationalballetts entdeckt. Als sie den jungen TänzerInnen diese Aufnahmen zeigt und deren Begeisterung miterlebt, wird die Idee geboren, die alte und die neue Generation zusammenzubringen. Der daraufhin entstandene Film entfaltet sich in zwei Ebenen: Die jungen IranerInnen entwickeln in ihrem versteckten Studio kleine Choreographien über ihre sehr persönlichen Fragen um Sexualität, Glauben, Gesellschaft oder Feminismus und das Filmteam besucht die „Alten“ im Ausland, um sie zu einer Zusammenarbeit mit der Gruppe in Teheran zu überreden.
Letztlich interessiert sich aber nur ein Exilant für die heutige Tanzkultur seiner Heimat. Als Bühnentechniker am bekannten Scapino-Ballet in Rotterdam arbeitend, kann er den Direktor überzeugen, die junge Gruppe aus Teheran nach Rotterdam einzuladen.
Alle fiebern der Abreise entgegen. Dann tötet die USA den iranischen Generalmajor Qasem Soleimani und die Visa werden nicht erteilt…

Doch ein kleiner Lichtblick bleibt und die junge Truppe wird nicht aufgeben.

Buch: Sarvnaz Alambeigi

Regie: Sarvnaz Alambeigi

Kamera: Mahdi Azadi

Musik: Masoud Sekhavat Doust

Produktion: Filmpunkt, Louise Rosen, Rabison Art, Sarvnaz Alambeigi, Thomas Riedelsheimer, Louise Rosen, Stefan Tolz

Bundesstart: 21.07.2022

Start in Dresden: 21.07.2022