Ein ferpektes Verbrechen

Komödie, Spanien/Italien 2004, 105 min

Der smarte Kaufhausangestellte Rafael González ist ein richtig fescher Macho. In seinem Reich, der Abteilung für Damenoberbekleidung im Yeyo’s, dem großen Kaufhaus im Zentrum der Stadt, ist er in seinem Element. Denn er liebt das Perfekte, den Luxus, hasst alles Mittelmäßige und ist der geborene Verkäufer. So hat er nicht nur die Kundinnen in seiner Abteilung fest im Griff. Eine Einladung zur nächtlichen Sexorgie gilt unter den Kolleginnen als beneidenswerte Auszeichnung.
Aber in Rafael nagt etwas, es fehlt ihm berufliche Anerkennung. Die Beförderung zum Etagenchef wäre die wahre Bestätigung seines Egos und er setzt alles daran, die zu erreichen. Doch statt ihm erhält der trottlige Verkäufer Don Antonio von der Herrenabteilung den begehrten Posten. Und als der sich auch noch erdreistet, Rafael zu entthronen, rastet er aus, und Don Antonio endet am Kleiderhaken. Die Entsorgung der Leiche kostet ihn einige Mühe und - tragische Wendung des Schicksales - die unscheinbare Lourdes wird Zeugin des Vorganges. Doch der Preis für ihr Schweigen ist hoch. Rafael muss ihr gefügig sein. Aber nach der erzwungenen Hochzeit bleibt ihm nur ein “Crimen ferpecto” - ein ganz und gar nicht perfektes Verbrechen...
Pfiffig und bitterböse inszeniert der spanische Regisseur Álex de la Iglesia (Accíon mutante) seinen mittlerweile sechsten Spielfilm als Spektakel über die Abgründe des Seins. Die meisten seiner Filme haben in Spanien inzwischen Kultstatus.