Anacondas: Die Jagd nach der Blut-Orchidee

Horror/Thriller, USA 2004, 97 min

Or nö, (kein neuer Tauchsport) nich schon wieder diese doofe Schlange! Ist ja ok, wenn im Film hippe und supercoole Bolero-Typen über den Dschungelbach gehen, aber doch bitte nicht so. Solchen Mumpitz kann doch kein Kind in der Wiege erschüttern: Auf der Suche nach einer seltenen Blut-Orchidee, die nur aller sieben Jahre einen lebensverlängernden Saft absondert, (im Wertzhaus täglich) begibt sich ein geldgeiles Team aus New York in den Dschungel, um dieser Pflanze habhaft zu werden. Klar kommt dieses blöde Schlauchtier mit noch ein paar anderen Kumpels und bereitet dem amerikanischen Engagement ein jähes Ende. Mit viel ahrgh, strontsch, mümmphf usw. Da werden wir wieder ordentlich ausgetrickst, indem Regisseur Dwight Little (u.a. »Akte X«) das ganze Abenteuer im Dschungel von Borneo ansiedelt. Ja wer war denn schon mal im Dschungel von Borneo oder kennt wenigstens einen, der schon mal dort war? Niemand! So also kann uns Hollywood ordentlich die Taschen vollhaun und wir können das nicht überprüfen. Warum nicht mal ein Horrorfilm mit Viechern in den Wäldern rund um Moritzburg? Im Mittelteichbad zum Beispiel. Überhaupt bietet die Umgebung rund um Dresden hervorragende Bedingungen. Da haben wir zum einen einen herrlichen Atomtestreaktor in Rossendorf, der kollabieren kann und dessen radioaktive Wolke wiederum das Wildgehege von Moritzburg erreicht. Daraufhin mutieren alle Tiere, auch die Meerschweine und marschieren Richtung Dresden. Vorher werden aber erstmal alle Dauercamper von besagtem Mittelteichbad verspeist. Das sind doch Themen, die uns berühren und für uns nachvollziehbar sind.