Das Festmahl im August

Drama, Italien 2008, 75 min

Rom im August, kurz vor einem wichtigen Feiertag: Bei Gianni läuft alles wie immer. Er versorgt seine Mutter und schaut zwischendurch bei einem Freund auf einen Weißwein vorbei. Den lässt er allerdings anschreiben. Dass Gianni Geldprobleme hat, weiß auch sein Vermieter. Deswegen bietet er ihm an, ihm ein Teil der Mietschulden zu erlassen, wenn er sich über den Feiertag um dessen Mutter kümmern würde. Des Geldes wegen willigt Gianni ein. Die alte Dame gibt es allerdings nur im Doppelpack mit Tante Maria. Plötzlich hat der Mann statt einer drei Damen zufrieden zu stellen. Er behält die Zuvorkommenheit des Gastgebers bei, bis ihn die Ansprüche zu einem Schwächeanfall treiben. Der befreundete Arzt, der daraufhin vorbeischaut, bringt aber keine Hilfe, sondern seine Mutter, die er wegen eines Dienstes im Krankenhaus sonst allein lassen müsste. Nun muss Gianni auch noch darauf achten, was er kocht - denn diese Dame hat einige ärztliche Gebote einzuhalten. Doch Gianni bleibt gar keine Zeit, darauf zu achten, denn die anderen drei Grazien haben auch so ihre Wünsche und Probleme. Gianni Di Gregorio (Regie, Drehbuch, Hauptdarsteller) erzählt in seinem Debütfilm von der Dominanz und Verletzlichkeit der Alten, die er von seiner eigenen Mutter kennt. Die vier Frauen sind Laiendarstellerinnen, die herzerwärmend überzeugend mal die Diva und mal das verletzliche Großmütterchen zeigen. Und schöner, kulinarischer und ehrlicher kann ein Sommerfilm kaum werden.