Familientreffen mit Hindernissen

Komödie/Drama, Frankreich 2011, 114 min

Der Film entstand nach einer autobiografischen Familiengeschichte der Schauspielerin Julie Delpy. Nach »2 Tage New York« ihr zweiter Film in diesem Sommer und bereits vierte Regiearbeit. Eine erfrischend witzige und gleichzeitig bewegende Komödie über die explosive Mischung einer Großfamilie. Wunderbar spontan, auch mit Sinn für die feinen Zwischentöne.
Während einer Zugfahrt mit Mann und ihren beiden Kindern erinnert sich Albertine an eine Zugfahrt im Sommer 1979, als sie mit ihren Eltern, Anna (Julie Delpy) und Jean (Eric Elmsoniono-Gainsbourg-der Mann, der die Frauen liebte) nach Saint-Malo in die Bretagne reiste. Albertine ist ein Stadtkind, das zum 67. Geburtstag der Großmutter an die malerische Atlantikküste fährt. Bei der Großmutter finden sich auch Cousins und Cousinen, Tanten und Onkel ein. Der ganze weit verzweigte Familien-Clan ist eingeladen. Zusammen wollen sie zwei schöne Tage lang ausspannen und feiern. Gleichzeitig ist es aber auch das Wochenende, an dem die US-Raumstation Skylab abstürzen soll, und zwar genau über der Bretagne!
Einerseits feiert die Gesellschaft im Schatten der Gefahr nach Kräften, trinkt, redet und streitet zur Verwunderung der Großmutter unerhört offen über Sex und Politik. Am Nachmittag zieht der ganze Trupp ans Meer. Auf der anderen Seite ist die aufgeweckte Albertine mit ihren eigenen Plänen. Am Strand verliebt sie sich in einen älteren, gut aussehenden blonden Jungen. Sie erfährt, dass am Abend im Ort eine Party steigt. Da sollte sie dabei sein. Und mit dem, was sie da erlebt, macht sie einen großen Schritt ins Leben.
Erzählt wird aus dem Blickwinkel der zehnjährigen Albertine. Onkel Hubert wurde für den Film übrigens erfunden, ihn gibt es in der Familie nicht.
BSC