Charlies Welt - Wirklich nichts ist wirklich

Komödie, USA 2012, 85 min

Charlie Swan III. (Charlie Sheen) führt seinem Namen entsprechend ein hochtrabendes Leben. In den moralisch freizügigen 1970er Jahren ist er ein angesagter Graphic Designer in Los Angeles. Er ist finanziell unabhängig und führt als Womanizer ein Leben auf der Überholspur. Dass er dabei die richtige Abfahrt verpasst hat, merkt er, als ihm seine Hassliebe Ivana (Katheryn Winnick) den Laufpass gibt. Von nun an geht Charlies Leben drunter und drüber. Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, sie zurückzugewinnen und sie nie wieder zu sehen, stürzt er von einer Fiebervision zur nächsten und hat Albträume, in denen seine beiden Freunde Kirby Star (Jason Schwartzman) und Saul (Bill Murray) keine unbedeutenden Rollen spielen. Die seelische Reinigung von Charlie ist ein langer, surreal-schmerzhafter Prozess, an dessen Ende die Heilung von seiner Besessenheit oder aber die wahre Liebe steht.
Jason Schwartzman und Bill Murray sind sonst eher Stammspieler von Wes Anderson. Regisseur Roman Coppola, der auch als Drehbuchautor für Wes Anderson Filme fungierte (»Darjeeling Limited«, »Moonrise Kingdom«), Sohn von Francis Ford Coppola (»Apocalypse Now«) und Bruder von Sofia Coppola (»Lost in Translation«), beweist mit »Charlies Welt« seine Vorliebe für vergangene Zeiten. Mit Charlie Sheen fand Coppola die Idealbesetzung für den Womanizer in Liebesnöten: Er konnte an seinen Charakter des Charlie Harper aus »Two and a Half Men« nahtlos anschließen.
Anne