Sonne und Beton
Regisseur David Wnendt kennt man nicht selten für Verfilmungen von Büchern deren Titel auch immer gleich Inhalt von Beschwerden sind. »Feuchtgebiete« war Kritikern zu feucht und »Er ist wieder da« brachte den österreichischen Voldemort zurück. »Sonne und Beton« dreht sich allerdings nicht um Kritik an versiegelten Bodenflächen, sondern basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Comedian Felix Lobrecht und erzählt, wie smart man agiert, umgeben von ausgiebig Sonne und Beton. Lobrecht ist seines Zeichens der unpeinlichste deutsche Comedian der letzten 20 Jahre und hat den Deutschen Comedypreis gewonnen. Doppelt. In der autobiografischen Geschichte geht es um Lukas, Julius, Gino und Sanchez. Allesamt leben in Berlin Neukölln. Ihr tröger Alltag besteht aus Drogen, Mädels und Auseinandersetzungen mit den örtlichen Gangs. Der Sommer scheint endlos und Sanchez kommt auf eine sowohl ungewöhnliche als auch folgenschwere Idee: Seine Schule bekommt neue Computer. Wären Sanchez und seine vier Kumpel nun wiederum im Besitz dieser Computer, ließe sich damit schnell Geld verdienen. Doch kaum hat sich das Vorhaben in ihren Köpfen festgesetzt, fällt ihnen auf: Verdammt! Erfolgreiches Verbrechen ist schwieriger, als es aussieht. Ein Plan muss her. Nun ja… Was kann schon schief gehen.
José Bäßler
Buch: David Wnendt, Felix Lobrecht nach dessen gleichnamigen Roman
Regie: David Wnendt
Darsteller: Levy Rico Arcos, Vincent Wiemer, Rafael Luis Klein-Heßling, Aaron Maldonado-Morales, Luvre47, Wael Alkhatib, Lucio101, Jörg Hartmann, Derman Eker, Leon Ullrich, David Scheller, Franziska Wulf, Nicole Johannhanwahr
Kamera: Jieun Yi
Musik: Enis Rotthoff, Konstantin Djorkaeff Scherer
Produktion: Seven Elephants, Constantin Film, Fabian Gasmia, Christoph Müller, Franziska Suppee, David Wnendt
Bundesstart: 02.03.2023
Start in Dresden: 02.03.2023
FSK: ab 12 Jahren