Gruppo di famiglia – Gewalt und Leidenschaft
Originalfassung mit UTGruppo di famiglia
Ein reicher, verwitweter Professor sammelt in seinem Haus in Rom Gruppenbilder von Familien, doch echte Menschen hat er schon lange nicht mehr um sich. Als sich im Obergeschoss seines großzügigen Palazzos die leichtlebige Marchesa Brumonti mit ihrem Anhang einnistet, wird seine Ruhe empfindlich gestört. Gegen seinen Willen wird er in Affären und Auseinandersetzungen verwickelt, doch der junge Liebhaber der Marchesa, Konrad, fasziniert ihn.
In seinem preisgekrönten Alterswerk widmet sich Visconti abermals der Vergänglichkeit, der Schönheit und dem Verlangen, inszeniert meisterhaft den Zusammenprall gegensätzlicher Milieus. In den Hauptrollen brillieren Burt Lancaster, Silvana Mangano und Viscontis eigene Entdeckung Helmut Berger als scheinbar skrupelloser Gigolo mit verborgenen Seiten.
„Der Film aus dem Jahr 1974, den Luchino Visconti aufgrund seiner Krankheit, die ihn schließlich zum Tod führen sollte, im Rollstuhl drehte. In seinem Zustand hatte Visconti an einen Film gedacht, der ohne allzu großen Aufwand vollständig im Studio gedreht werden konnte.
Er ist weit mehr als ein Schwanengesang, es ist ein echtes filmisches Vermächtnis, das einige Leitmotive des Menschen und Künstlers Visconti wieder aufgreift. Einerseits die soziale und politische Dimension, die in seinem Kino stets präsent ist (im Film geht es um Terrorismus und Gefahren für die Demokratie), andererseits die aristokratische und empfindsame Seele eines Autors, der seinem Mythos stets gerecht wurde und eine zentrale Figur der italienischen Kulturszene war.“
Piero Spila
Buch: Suso Cecchi d'Amico, Enrico Medioli, Luchino Visconti
Regie: Luchino Visconti
Darsteller: Burt Lancaster, Silvana Mangano, Helmut Berger, Claudia Marsani, Stefano Patrizi
Kamera: Pasqualino de Santis
Musik: Franco Mannino, W.A. Mozart
Produktion: Rusconi-Film, Gaumont
Bundesstart:
Start in Dresden:
FSK: ab 16 Jahren