Terminator: Genisys

Science-Fiction/Action, USA 2015, 126 min

Ich sag jetzt mal, Halleluja die Waldfee, Arnie is back in da House! Zeitgleich versucht die Terminator-Franchise-GmbH mal bisschen Ordnung in die nach dem zweiten Teil völlig aus dem Ruder gelaufene Story zu bringen, bei der man spätestens seit dem 2009 gelaufenen Teil 4, »Die Erlösung« überhaupt nicht mehr wusste, was hier eigentlich noch gehauen und gestochen ist. Nun findet mal ausnahmsweise keine der in den letzten Jahren so beliebt gewordenen Storyvarianten vor dem Original statt, sondern erzählt wird die ganze Geschichte noch einmal von vorn. Damit es aber nicht ganz so zwangsbeatmet daherkommt, baut das ausgebuffte Drehbuchteam einen unvorhergesehenen „Zurück in die Zukunft“-mäßigen Knick in der Zeitleiste ein, so dass der, wieder mal von Rebellenführer John Connor (Jason Clarke) zur Rettung seiner Mutter Sarah (Emilia Clarke) in die Vergangenheit geschickte Kyle Reese (Jai Courtney) zwar in Los Angeles im Jahre 1984 ankommt, aber ein Jahr 84 vorfindet, was so nicht angedacht war.
Bereits Jahre zuvor wurde ein T-800, (Arniiiiii) (ja genau da kommdor) in die Vergangenheit geschickt, um Sarah Connor zu beschützen. Zwar konnte er den Mord an Sarahs Eltern nicht verhindern, sich aber um die diesmal Neunjährige kümmern, der es eigentlich widerstrebt, die für sie vorherbestimmte Zukunft abzuarbeiten, um in erster Linie Mutter zu werden und den Anführer John Connor zu gebären, der immer wieder kurz davor steht, die Menschheit von dem Terror und der Herrschaft der Maschinen zu befreien. Wie wir fürderhin wissen, ist letztendlich der von Connor selbst geschickte Kyle Reese der Vater Connors, der mit Connors Mutter ZinZin machen muss, damit Sarah mit John schwanger werden kann. Habe ich das jetzt richtig formuliert? Sehen Sie überhaupt noch durch? Ehrlich gesagt, frag ich mich schon seit Jahren, ob die ganze Terminatorgeschichte nicht im Prinzip das uns bekannte Henne-Ei-Problem aufs filmische Tapet bringt und eigentlich ein komplettes Paradoxon darstellt. Und in der Tat ist es eines. Denn wenn nicht 1984 der T-800 (Arniiiii) von Sarah in einer hydraulischen Presse zerbröselt worden wäre, hätte die Cyberdyne Systems Corporation nicht das auf der Basis der Überreste und Chips entwickelte Computerprogramm Skynet schaffen können, welches dann irgendwann zu einem eigenen Bewusstsein gelangte und sich plötzlich gegen die Menschheit wendete und einen, ja nu klar, wieder den T-800 (Arniiiii) ins Rennen schickte, um von Sarah und Kyle zerbröselt zu werden und die Überreste und Chips von… na ja und so weiter. Hier müsste man rein wissenschaftlich eine Interpretation der Quantenmechanik ins Spiel bringen, die so genannte Viele-Welten-Interpretation. Denn bereits wenn Kyle in der Vergangenheit im ersten Teil getötet wird, müsste ohne die Viele-Welten-Interpretation Kyle auch in der Zukunft sterben und dürfte da auch gar nicht jünger sein…. Aber wie sagte Konfuzius schon treffend: „Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt“. Aber Wurscht, Arni is back und das ist auch gut so!
Ray van Zeschau (hat noch ein paar Termine)