Erinnerungen an Marnie

Animation/Drama, Japan 2014, 104 min

Das japanische Animationsstudio Ghibli, gegründet 1985 von der Produktionsfirma Tokuma Shoten und seitdem geleitet von Isao Takahata (»Heidi«, »Die Legende der Prinzessin Kaguya«) und Hayao Miyazaki (»Chihiros Reise ins Zauberland«) ist die wohl bekannteste Produktionsstätte von Amine-Filmen. Obwohl sich sein Erfolg schon mit dem Film »Nausicaä - Aus dem Tal der Winde« (1984) abzeichnete, haben wir auf dem deutschen Markt davon wenig mitbekommen. Ein Klassiker wie »Prinzessin Mononoke« von 1997 z.B. kam erst 2001 mit Jahren Verspätung in die Kinos - damaliger Start in Dresden war im k.i.d. - Kino im Dach. Mit der OSCAR-Verleihung an »Chihiros Reise ins Zauberland«, nahm das Genre auch hierzulande einen deutlichen Aufschwung, der sich leider seitdem nicht fortsetzte. Dabei hätten es auch die zahlreichen anderen Produktionen des Studios verdient, mehr Beachtung zu finden.
»Erinnerungen an Marnie« ist eine der neuesten davon: Das stille, asthmakranke Waisenmädchen Anna wird von ihrer Pflegemutter Yoriko den Sommer über zu Verwandten aufs Land geschickt. Beim Erkunden der neuen Umgebung entdeckt Anna ein altes verlassenes Haus, das sie zu kennen scheint und trifft dort die junge Marnie. Das mysteriöse blonde Mädchen wird Annas erste richtige Freundin und sie hat seit langem wieder Spaß am Leben. Als Marnie eines Tages jedoch spurlos verschwindet und die Familie Lindsay in das leerstehende Haus einzieht, freundet sich Anna mit Sayaka, der Tochter der Familie, an. Sayaka findet Marnies Tagesbuch und Anna muss feststellen, dass Marnie nicht die war, die sie vorgab zu sein. Welches Geheimnis umgab Marnie?
Regisseur Hiromasa Yonebayashi ist ein langjähriger Ghibli-Mitarbeiter, der bei Hayao Miyazaki in die Schule ging und bereits an vielen Klassikern des Studios mitgearbeitet hat. Das Drehbuch entwickelte er zusammen mit Keiko Niwa und Masashi Ando nach dem Roman von Joan G. Robinson »Damals mit Marnie: Glückliche Ferien am Meer«.
TCR