The Farmer and I

Dokumentation, Bhutan/Deutschland 2015, 93 min

„Ich habe Dich in dieses Dorf gebracht und Du verstehst einfach gar nichts. Ich wünschte, Du wärst eine bhutanesische Regisseurin“.
Mit diesen harschen Worten, auf einer Schotterstraße im Himalaya gesprochen, zerfallen gleich zwei Träume - der der deutschen Filmemacherin Irja und der des bhutanischen Bauern Sangay.
Gemeinsam machten sie sich drei Monate zuvor auf, eine fiktionale TV-Serie über das Problem der zerstörerischen Landflucht in Bhutan zu produzieren. Sangay hofft der Landbevölkerung den Stolz wiedergeben zu können, Bauern zu sein und ihr Land zu ernähren. Sein ganzes Leben, sein ganzes Selbstverständnis hängt an dieser Hoffnung. Denn er selbst hat sein Leben in der Stadt gegen den harten Alltag auf dem Land eingetauscht. Irja ist von ihren Idealen und dem fast kindlichen Willen getrieben, dem verwunschenen kleinen Königreich die Chance zurückzugeben, selbstbestimmt der Globalisierung zu trotzen.
Doch die Handlung ihrer fiktionalen Serie holt die beiden in der Realität ein. Ihre Freundschaft droht an den gleichen Konflikten zu scheitern, die sie zu bekämpfen versuchen. Bhutans Ringen um die eigene Identität inmitten der Globalisierung wird zu ihrer persönlichen Geschichte.

Buch: Irja von Bernstorff

Regie: Irja von Bernstorff

Darsteller: Sangay Rinchen, Deki Selden

Kamera: Sonam Rinzen

Musik: Benedikt Brachtel

Produktion: Carl-A. Fechner, Adrian von Bernstorff

Bundesstart: 08.09.2016