TRAILER

Die Migrantigen

Komödie, Österreich 2017, 99 min

Eine unkorrekte Komödie über moderne Klischees, falsche Identitäten sowie „echte“ und „falsche"" Ausländer im besten Wienerisch und österreichischem „Kanakisch“. Der Film des iranischen Regisseurs sorgt für zahlreiche Lacher und ist, dank auch seiner beiden Hauptdarsteller und einem herrlich missgelaunten Josef Hader beste und dabei auch intelligente Kinounterhaltung. Ein vergnüglicher Kinoabend ist garantiert, ohne, auch das muss mal sein, dass einem das Lachen im Hals stecken bleibt.
Marko und Benny, zwei Wiener mit so genanntem „Migrationshintergrund“, leben hier und heute im schönen Wien. Sie sind ganz normale Österreicher, waschechte Hipster, ihre Eltern kamen aus Jugoslawien und Ägypten. Sie sind so sehr wienerisch, dass sie kaum als fremd wahrgenommen werden - wären da nicht Bennys schwarze Haare. Nur läuft es gerade für beide nicht so gut, Benny wartet immer noch auf den Durchbruch als Schauspieler und Marko, dem Grafiker platzt ein Auftrag und ihn ereilt die Insolvenz. Als die beiden am Rudolfsgrund ein Sofa ausräumen, werden sie von der ambitionierten TV-Redakteurin Marlene Weizenhuber, die nach Protagonisten für ihre TV-Dokuserie über das ethnisch durchmischte Vorstadtviertel sucht, angesprochen. Sie geben ihrem Affen Zucker und blödeln im entsprechenden Sprech herum. Frau Weizenhuber ist entzückt, die beiden haben Zeit und brauchen Geld. So geben sie sich als kleinkriminelle und abgebrühte Migranten aus, die es faustdick hinter den Ohren haben. Sie lassen sich coachen und merken gar nicht, dass ihre zweite Identität auf Klischees und Vorurteilen aufbaut. Und während die beiden durch die Erfüllung dieser Erwartungen und Vorurteile die Serie zum Erfolg machen, dreht sich das Karussell der Verwechslungen, ungewollten Demütigungen, einer aus dem Ruder laufenden TV-Serie und einer aufbegehrenden Realität in immer schnellerem Tempo.
ak