Polaroid

Horror, Norwegen/USA 2017

Ursprünglich mit einer auf Ende 2017 angedachten US-Veröffentlichung, landete »Polaroid« nach der Implosion der einst ruhmreichen Weinstein-Company erstmal im Giftschrank ohne jeglichen Veröffentlichungstermin. Nachdem nun ein größerer Streaminganbieter mit dem neuen Rechteinhaber einen finanzkräftigen Deal abgeschlossen hat, dürfen sich Fans von Teenie-Schockern nun auf einen Start im Januar 2019 freuen.
»Polaroid« basiert auf dem gleichnamigen Kurzfilm des norwegischen Filmemachers Lars Klevberg, der als Regisseur auch die Langspielfilmversion selbst inszeniert. In diesem tötet eine Sofortbildkamera nach einer gewissen Zeit all diejenigen, die mit ihr fotografiert wurden. Sie ist also wohl aus derselben Fabrik, wie einst eine Videokassette, die ihre Zuschauer nach 6 Tagen von deren Leben erlöste. Um nun aber besser doch nicht zu sterben, versucht eine Gruppe Schüler, das Geheimnis der Analogknippse zu lüften.
Die Schülerin Bird Fitcher (Kathryn Prescott) hat nicht besonders viel mit den Leuten, um sich herum zu tun. Sie bleibt lieber auf Abstand und widmet sich ihrem Hobby: der Fotografie. Eines fatalen Tages stolpert sie bei ihrem Job in einem Antiquitätenladen über eine alte Sofortbildkamera, die sie zügig an sich nimmt. Bird ist von ihrem neuen Spielzeug hellauf begeistert, hat allerdings nicht den blassesten Schimmer, was es mit ihrer neuen Errungenschaft in Wahrheit auf sich hat. Schon nach den ersten Bildern muss sie feststellen, dass wer auch immer von dieser Kamera fotografiert wird, wenig später einen grauenvollen und recht unfriedlichen Tod durch die Hand einer mysteriösen Kreatur stirbt. Bei einer Party mit Mitschülern schießt die ahnungslose Bird dann ein Gruppenfoto und besiegelt so aller Schicksal. Und einen Ausweg scheint es nicht zu geben.
Auch Klassiker wie »Final Destination« schienen ähnliche Überlebenschancen zu bieten. Ob in diesem Fall vielleicht sogar mal Zwei oder mehr Beteiligte überleben, sollte den Zuschauer bis zum Ende tief in die Kinosessel gepresst halten.
Julio Espin