Grain - Weizen

Drama/Science-Fiction, Türkei/Deutschland/Frankreich/Schweden 2018

In einer nicht weiter definierten Zukunft hat der stetige Klimawandel das Leben auf der Erde nahezu unmöglich gemacht. Doch Menschen wären nicht Menschen, wenn sie irgendeinen Weg - und sei er noch so wunderlich - finden würden, um zu überleben. In dieser fast schon dystopischen Welt sind es große Konzerne, die statt Regierungen die Kontrolle übernommen haben. Die wenigen Städte, die noch bewohnbar sind und wo das Klima noch einigermaßen aushaltbar ist, werden abgeschottet. Große Magnetschilder schützen die Städte vor Zuwanderern und Verzweifelten. In den Städten leben nur noch die Eliten, die Wissenschaftler und diejenigen, die einen genetischen Test bestanden haben. Unter ihnen ist auch der Genetiker Professor Erol Erin (Jean-Marc Barr), der gerade verzweifelt an einer Lösung für ein schwerwiegendes Problem sucht: Eine rätselhafte Mutation bedroht alle genetisch modifizierten Pflanzen und somit auch die Ernte. Bevor eine große Hungersnot ausbricht, muss er herausfinden, was die Krankheit stoppen kann. Da hört er von Cemil Akman (Ermin Bravo), der über die Symptome der Pflanzen bereits eine Arbeit schrieb, die aber von den Konzernen verboten wurde. Erin macht sich also mit seinem Assistenten Andrei auf den illegalen Weg heraus aus der Stadt, um Akman zu finden.
Regisseur Semih Kaplanoglu, der 2010 mit seinem Film »Bal - Honig« den Goldenen Bären gewann, erzählt mit »Grain« die post-apokalyptische Geschichte einer Welt, in der die Menschheit in Farmer und Stadtbewohner unterteilt ist. Regiert wird diese Welt von unterdrückenden Konzernen und gnadenlosen Eliten. Inspiriert zu diesem Film wurde Kaplanoglu durch ein Kapitel des Korans.
Anne