Ein letzter Job

Thriller, Großbritannien 2018, 108 min

Brian Reader (Michael Caine) macht der Ruhestand schwer zu schaffen. Nichts los, das Moos hält sich auch in Grenzen, der Punkt, an dem er den Rasen von unten betrachten wird, rückt näher. Der alte Ganove möchte noch ein Ding drehen. Ungerührt von den Überwachungsmöglichkeiten moderner Technologie holt er sich Kollegen seiner Altersklasse für den letzten großen Coup. Die Risiken verringern sich im Alter eh, - an irgendwas muss man ja sterben. Das sorgt bei Planung und Durchführung für eine gewisse Grundruhe. Der große Bruch wird professionell und oldschool durchgezogen.
Nur wenn man es dann hat, das Gold, wird es schwierig… fortgeschrittenes Alter bewahrt nicht selbstverständlich vor Torheit.
Dies ist eine neue Variante des Themas „alte Männern, die es noch mal wissen wollen“ und Michael Caine ist darauf schon abonniert. Zuletzt sah man ihn in diesem Genre 2017 in »Abgang mit Stil«. Da Sir Michael seine Sache stets gut macht, sorgt er auch in »Ein letzter Job« für Glanz. Der Plot basiert auf dem berühmten Hatton Garden Raub, bei dem eine Gang von Männern im Rentenalter mit beeindruckender Dreistigkeit Gold, Juwelen und Bargeld im Wert von 200 Millionen Pfund erbeutet hatte. Über die Osterfeiertage gelangten die Männer in eins der am besten gesicherten Londoner Depots hinein und ließen sich auch von Alarm und Rückschlägen nicht irritieren. Scotland Yard kam ihnen nur auf die Spur, weil sie nach Sicherstellung der Beute nicht dicht hielten. Es war der größte Juwelenraub der britischen Geschichte. Neben Michael Caine erfreuen die britischen Schauspiel-Stars Jim Broadbent, Tom Courtenay, Michael Gambon, Ray Winstone und Charlie Cox mit Hemdsärmeligkeit und Mutterwitz.
Grit Dora