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Vom Lokführer, der die Liebe suchte...

Komödie, Deutschland/Aserbaidschan 2018, 90 min

Nurlan ist Lokführer - aber nicht mehr lange. Kurz vor der Pensionierung arbeitet er einen Kollegen ein und putzt mit ihm hingebungsvoll die Lokomotive. Dabei finden sich an den diversen Haken und Ösen des Ungetüms immer wieder Wäschestücke, die Nurlan bei der beengten Fahrt durch einen Vorort quasi aufgabelt. An seinem letzten Arbeitstag ist es schließlich ein BH, der ihm den Verstand raubt. Er muss die Frau finden, der dieses wunderbare Stück bespitzte Wäsche gehört.
Die Bilder, die Veit Helmer in seinem neuen Film einfängt, sind zauberhaft. Karge Gebirgsaufnahmen aus dem Kaukasus mischen sich mit Zugromantik und den engen, verwinkelten Gassen von Shanghai - einem mittlerweile abgerissenen alten Teil von Aserbaidschans Hauptstadt Baku. Die Bilder kommen auch zur Geltung, verzichtet der Regisseur und Co-Autor doch wieder einmal auf sämtliche Dialoge. Die Handlung ist nicht nur märchenhaft, sie missachtet auch bewusst die Regeln der Logik bis zur politischen Unkorrektheit - manche mögen das als Manko sehen, es ist die Stärke, die den Film ausmacht.