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Der unverhoffte Charme des Geldes

Komödie/Drama, Kanada 2018, 123 min

Was passiert, wenn ein eingefleischter Kapitalismusgegner buchstäblich an Säcke voller Kohle kommt, zeigt »Der unverhoffte Charme des Geldes«, der neue Film des für »Die Invasion der Barbaren« mit dem Oscar ausgezeichneten Kanadiers Denys Arcand.
Nach einigen anfänglichen, nicht ausschlagbaren Annehmlichkeiten stellt sich für den Protagonisten Pierre-Paul bald die Frage: Wohin mit dem vielen Geld? Denn nicht nur die Mafia und das Finanzamt, sondern auch zwei gewiefte Polizisten haben ein verdächtig großes Interesse an seinem neuen Reichtum. Doch mit Hilfe eines gerade erst aus dem Knast entlassenen Finanzgenies, eines Offshore-Bankers und einer neuen, teuren Freundin gelingt es ihm, ein System auszutricksen, in dem alles nur auf Erfolg und Geld ausgerichtet ist.
Wie von Arcand gewohnt, verbindet auch »Der unverhoffte Charme des Geldes« geschickt Gesellschaftskritik mit einer großen Portion Humor. Herausgekommen ist ein intelligentes Heist-Movie, das Spaß macht und am Ende auf berührende Weise zeigt, welche Werte wirklich wichtig sind.
„Wir sind alle Untertanen des amerikanischen Imperiums. Der moralische Verfall des Imperiums hat begonnen uns anzustecken. Die Omnipotenz des Geldes ist nur ein Symptom dieser Krankheit. Werden wir Antibiotika finden, die stark genug sind, die Seuche zu bekämpfen?“ Denys Arcand

Die Filme des mit dem Oscar® ausgezeichneten Regisseurs Denys Arcand haben über 100 prestigeträchtige Preise gewonnen. Neben seiner Arbeit als Filmemacher veröffentlichte Denys Arcand mehrere Zeitschriften- und Zeitungsartikel sowie 2013 ein Buch mit dem Titel „Euchariste Moisan“. Zusammen mit dem Künstler Adad Hannah kreierte er 2011 eine Installation mit dem Namen Safari für die „Big Bang Exposition“ des Musée des beaux-arts de Montréal. Als Liebhaber von klassischer Musik inszenierte er außerdem 2015 die Oper „Zémire et Azor“.
Grit Dora