Blinded by the Light

Drama/Komödie, Großbritannien 2019, 114 min

Die in Indien geborene und in Großbritannien lebende Filmemacherin Gurinder Chadha hat uns alle, aber vor allem immer die jeweils junge Generation, mit ihren Filmen wie »Kick it like Beckham« und »Frontalknutschen« entzückt. Auch in ihrem neuesten Film »Blinded by the Light« erzählt sie wieder eine Coming-of-Age-Geschichte aus dem Migrantenmilieu.
Dieses Mal entführt sie die Zuschauer nach England in das Jahr 1987, in die Margaret-Thatcher-Ära. Der 16-jährige Javed (Viveik Kalra), Sohn einer pakistanischen Einwandererfamilie, kann sich eingeengt zwischen seiner rückwärtsgewandten Familie und dem Alltagsrassismus nicht selbst entfalten und seinen Traum der Schriftstellerei wohl niemals erfüllen. Doch dann bekommt er von einem Freund die Kassetten von Bruce Springsteen in die Hand gedrückt und hat auf einmal das Gefühl, dass der „Boss“ ihm seine Stimme gibt. Javed fängt an sich aufzulehnen. Basierend auf den Memoiren »Greetings from Bury Park« des Journalisten und Schriftstellers Sarfraz Manzoor erzählt Chadha eine klassische Coming-of-Age-Geschichte gespickt mit der Liebe zu der Musik von Bruce Springsteen. Mit ihrem Film schuf sie gleichzeitig ein sanftes Jugendporträt und eine liebevolle Hommage an die Songs, die jeder von uns schon einmal im Radio gehört hat. Diese flicht sie dabei stimmungsvoll an den richtigen Stellen in den Film ein, so dass Musik und Geschichte eine wunderbare Einheit ergeben. Das macht »Blinded by the Light«, natürlich benannt nach einem Springsteen-Song, zu einer humorvollen, historisch glaubhaften und gleichermaßen für Jugendliche und Erwachsene geeigneten Geschichte, die berühren kann und nicht nur eingeschworene Fans zu Springsteen-Jüngern werden lässt.
Doreen