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Harriet - Der Weg in die Freiheit

Drama/Biographie, USA 2019, 125 min

Barack Obama hat 2016 beschlossen, dass Harriet Tubman ab 2020 das Gesicht auf der 20-Dollar-Note werden soll. Doch Donald Trump weiß es bisher zu verhindern, denn sie wäre die erste schwarze Frau auf einer Banknote. Doch wer ist Harriet Tubman eigentlich? Das erzählt uns nun der in den Kinos startende Film »Harriet« der Schauspielerin Kasi Lemmons, die sich über die Jahrzehnte immer mal wieder auf den Regiestuhl setzte. Die Geschichte beginnt mit Harriet Tubmans (»Cynthia Erivo«) Flucht aus der Sklaverei im 19. Jahrhundert. Doch anstatt die neu gefundene Freiheit zu genießen, beschließt sie zurückzukehren und kann über die Zeit 100 Menschen aus der Sklaverei befreien. Diese wahre Geschichte der 1820 geborenen Afroamerikanerin und Freiheitskämpferin Tubman wurde noch nie auf die Leinwand gebracht. Lemmons findet dafür den richtigen Erzählrhythmus und den menschlichen Ton in der Geschichte. Dazu schuf sie stimmige Bilder und schafft es, die perfekte Balance zu halten, so dass zwar die Geschichte viel Pathos besitzt, aber nie ins Kitschige abdriftet. Das liegt auch an ihrer guten Hauptdarstellerin Cynthia Erivo, die für diese Rolle mit einer Oscarnominierung bedacht wurde. Aber auch das restliche Ensemble belebt die Geschichte und macht sowohl die Unmenschlichkeit der Sklavenhalter als auch den Mut der dagegen aufbegehrenden Afroamerikaner deutlich. Lemmons schuf mit »Harriet« einen Film, der alle Liebhaber des bildstarken Kinos mit großen Gefühlen auf seine Seite zieht und gleichzeitig eine wahre Geschichte erzählt, von der er es Zeit wurde, sie einem weiten Publikum bekannt zu machen.
Doreen