anhell69
Ein Leichenwagen fährt durch die Straßen von Medellín, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Ein junger Regisseur liegt im Sarg und erinnert sich an die Vorbereitungen für seinen ersten Film, ein B-Movie über Geister. Die Rollen wollte er mit seinen Freunden besetzen, den jungen queeren Menschen aus Medellín, die gegen ein repressives Umfeld kämpfen. Aber sein Hauptdarsteller, der auf Instagram „Anhell69“ heißt, stirbt an einer Überdosis, wie auch so viele weitere Freunde. Trotzdem entsteht ein Film - es ist aber ein ganz anderer als geplant.
Halb rekonstruiert, halb imaginiert, erzählt Theo Montoya in seinem Regiedebüt »Anhell69« von den Träumen und Ängsten, den Exzessen und der Melancholie einer zerstörten Generation. Sein fluider Film über eine Welt ohne Zukunft, die Kraft der Gemeinschaft und die schmale Grenze zwischen Leben und Tod wurde in der Woche der Kritik der Filmfestspiele in Venedig uraufgeführt und feiert seine deutsche Premiere im internationalen Wettbewerb beim Dok. Leipzig.
Eine poetische, zutiefst politische Geisterbeschwörung!
www.queerfilmfestival.net/de/programm/anhell69/
Buch: Theo Montoya
Regie: Theo Montoya
Darsteller: Alejandro Hincapié, Camilo Machado, Alejandro Mendigaña, Julián David Moncada, Camilo Najar, Juan Esteban Pérez, Sharllot Zodoma, Víctor Gaviria, Theo Montoya
Kamera: Theo Montoya
Musik: Vlad Feneșan, Marius Leftărache
Produktion: Bianca Oana, David Hurst, Theo Montoya, Juan Pablo Castrillon, Balthasar Busmann, Maximilian Haslberger
Bundesstart: 28.09.2023
Start in Dresden:
FSK: ab 16 Jahren