Voll Frontal

Komödie, USA 2003, 101 min

Hauptüberschrift: Ein Film über Filme für Filmfreunde! Stephen Soderbergh liefert mit »Voll Frontal« seine ureigene Abrechnung mit dem Irrenhaus Hollywood, die er mal eben zwischen seinen Großprojekten »Ocean’s Eleven« und »Solaris« realisierte. Gespickt mit unzähligen Anspielungen und Grotesken über das Filmgeschäft jenseits des Großen Teiches, versammelt Soderbergh in einer Low-Budget-Production unter anderem Namen wie Julia Roberts, Brad Pitt, David Duchovny, Catherine Keener, David Hyde Pierce und sogar David Fincher zum Nulltarif. Und nicht nur das: Eine Chance des Auftritts besaß zudem nur, wer eine Soderberghsche Liste mit 10 Punkten akzeptierte, die unter anderem beinhaltete: „You will drive yourself to the set. You will create and maintain your own hair and make-up.“ und so weiter…
Die Geschichte: Superstar Francesca spielt mit einem Jungstar in ihrem neuen Film, in dem sich alles nur um Filme dreht. Filmjournalist Carl wird aus seinem Job gefeuert und muss die bittere Pille schlucken, dass seine überkandidelte Frau, eine Hollywood-Managerin, sich von ihm trennen will. Ihre Schwester, die Masseuse Linda, sucht derweil nach dem richtigen Mann fürs Leben. Und schließlich ist da noch der Produzent Gus, der eher auf ausgefallenen Sex steht. In einem Fegefeuer der Eitelkeiten treffen all diese Figuren während einer Geburtstagsparty aufeinander. Und dann geht’s drunter und drüber…
Fazit: 13 Jahre nach seinem Erstling »Sex, Lügen und Video« geht OSCAR-Gewinner Soderbergh „back to the roots“ und inszeniert mit ein wenig Dogma-Style und einer Dialogintensität von Woody-Allen-Streifen eine verrückte Traumfabriksatire - einen Film im Film im Film…