Blueberry und der Fluch der Dämonen

Western, Frankreich/Großbritannien/Mexiko 2004, 124 min

Im sonst so friedlichen Palomito brechen raue Zeiten an. Mike Blueberry (Vincent Cassel) ist der vollständig deprimierte Marshall des Städtchens. Seine Lebensenergie reicht eigentlich, wenn er nicht gerade bei seinen Freunden, den Indianern, ist gerade noch bis zum nächsten Whiskyglas. Aber eines Tages taucht sein alter Widersacher Wally Blount (Michael Madsen) auf. Der Mann hat einst sein Leben ruiniert und zieht jetzt, auf der Suche nach einer legendären Goldmine, eine blutige Spur durch das Land. Um den Erzfeind endlich zur Strecke zu bringen, macht sich Blueberry gemeinsam mit seinem schamanischen Blutsbruder Runi (Temuera Morrison) und der couragierten Sängerin Maria (Juliette Lewis) auf zu den „Heiligen Bergen“. Dort trifft er auf das großes Geheimnis der Indianer, die Welt der Toten. Doch um die bereisen zu können, muss er erst seine eigenen Dämonen überwinden …
Die Vorlage für diesen spirituellen Western geht auf die legendären Blueberry-Comics von Jean (Moebius) Giraud und Jean-Michel Charlier zurück. Regisseur Jan Kounen (Dobermann), gebürtiger Holländern hat diese zusammen mit einer ganzen Reihe von psychedelischen Bilderfolgen zu einem kongenialen Film umgesetzt. Ein bewustseinserweiterender wilder Ritt, der das Genre völlig neu zu erfinden scheint. Action, Abenteuer, Fantasy und spirituelle Erfahrung werden in vorher kaum gesehener Weise verbunden, entfernt erinnert The Missing daran. Eine wilde Jagd durch geheimnisvolle, magische Rituale vor atemberaubender Landschaftskulisse. Und Juliette Lewis ist auch mal wieder zu erleben.