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Das Kapital im 21. Jahrhundert

Dokumentation, Frankreich/Neuseeland 2019

Wann haben sie das letzte Mal nachgedacht über Arm & Reich? Ohne dass man gleich in ideologische Schubladen gesteckt und verurteilt wird, sollte heute jede und jeden, die im Kapitalismus leben, brennend interessieren, was der aktuelle Wissensstand zum Thema Kapital ist. Schließlich liegt das Standardwerk von Karl Marx schon einige Zeit im Bücherregal. Der französische Ökonom Thomas Piketty presste 2013 seine viel diskutierte Analyse zwischen zwei Buchdeckel. Fünf Jahre nach Pikettys Bestseller ist das Thema nicht weniger brisant. Denn wir leben in einer Zeit, wo Geld tatsächlich Geld erzeugt, ohne den lästigen Zwischenschritt der gegenständlichen Arbeit, oder gar irgendeiner Art von Wertschöpfung. Bedrohlich wird es für die Weltwirtschaft, wenn die Kapital-Rendite zwei bis dreimal so hoch ist, wie die Wachstumsraten der großen Volkswirtschaften. Und noch gefährlicher erscheint es, wenn die schiere Menge des angelegten Kapitals die Höhe der jeweiligen Rendite bestimmt. Der Volksmund erklärt so etwas von jeher ganz pragmatisch: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen…
Aber auch die politische Dimension der letzten fünf Jahre schlägt sich nieder in dieser Dokumentation, wenn die kapitalistische Machtkonzentration nach der Demokratie greift. Die viel gerühmte, segensreiche Demokratie droht ausgehöhlt zu werden. Und man fragt sich zunehmend: Who runs the business? Wer betreibt das Geschäft? Wer sorgt für welche Gesetze? Wer hetzt die »we are the 99%« aufeinander? Und warum war der Faschismus gerade nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 so erfolgreich?
Alpa Kino

Regie: Justin Pemberton

Bundesstart: 17.10.2019

Start in Dresden: 17.10.2019