Déjà vu - Wettlauf gegen die Zeit

Thriller/Science-Fiction, USA 2006, 127 min

Wenn man die Namen Tony Scott, Jerry Bruckheimer und Denzel Washington hört, bekommt man ganz sicher ein deja vu Gefühl. Yeah, Ridleys kleiner Bruder reist mit uns also durch Raum und Zeit, während Ridley mit Russel Wein in der Provence säuft. Diese Deja vu - Schnipsel sind keine Erfindung des Geistes, sondern sammeln sich an wie alte Familienfotos im Küchenschrank, zerknitterte Fahrscheine in Manteltaschen oder eben wie die verkaterten Restbilder der letzten Zeitreise. Denn um nichts Geringeres geht es bei dieser visuellen Action-Orgie. Ein neuer, interessanter Versuch, das Back-In-Time-Paradoxon zu kultivieren. Special Agent Doug Carlin findet am Tatort wie immer die Überreste eines Verbrechens. Erstaunlicherweise kommen ihm ein paar Einzelteile dieser Geschichte bekannt vor. Nicht so wie bei diesen Super-Profilern, die jedem Haar ansehen, wer es ausgerissen hat und nachts nicht schlafen können, weil sie vom Vorbesitzer der Kissen-Daunen träumen. Nein, er erkennt Dinge wieder, die hier kurz zuvor mitsamt einer Personen-Fähre in die Luft geflogen sind. Doug sieht ein Gesicht in der Menge, das er zu kennen glaubt. Und er kennt den Tatort von früher. Besser gesagt, kennt er ihn vom Zeitpunkt der Explosion. Denn er wurde per Zeitmaschine dorthin geschickt, um zu verhindern, was passiert ist. Oooops, und schon hinkt der gute Einstein am Stock über die New Orleans Bridge. Doug wird ja erst noch dorthin geschickt werden, die Leichenteile sind noch warm. Wie kann er sich da an was erinnern? Egal. Hauptsache er hinkt schön und fasst dort nicht zu viele Dinge an. Die es dann in der Gegenwart plötzlich nicht mehr gibt. Leichter gesagt, als getan. Schon allein auf die „andere Seite der Brücke“ zu gelangen, ist mehr als schwierig. Sieht er doch auf dem rechten Auge die Gegenwart und auf dem linken die Vergangenheit. Teure Spezialbrille, unglaublich nützlich in der einstein'schen Rush-Hour. Die hilft ihm allerdings nix, als er sich in die attraktive, später tote, Claire Kuchever verliebt. Ja, das bringt der Beruf so mit sich. Dank modernster Technik und einer top secret Spezialabteilung der amerikanischen Regierung kann man jetzt losgehen und die Leute vor ihrer Ermordung warnen, oder im Falle von gutaussehenden, gemischtrassigen Frauen auch schon mal zu retten versuchen. Wie das logische Grundverständnis auch immer mit der Story klarkommt, ein Augen- und Ohrenschmaus ist es allemal. Die Bilder sind von ausgesuchter Schönheit und man wird das Gefühl nicht los, als hätte man sie irgendwo schon einmal gesehen… C.Fredo

Buch: Bill Marsilii, Terry Rossio

Regie: Tony Scott

Darsteller: Denzel Washington, James Caviezel, Val Kilmer, Paula Patton

Kamera: Paul Cameron

Musik: Harry Gregson-Williams

Produktion: Touchstone Pictures, Jerry Bruckheimer

Bundesstart: 27.12.2006

Start in Dresden: 27.12.2006

FSK: ab 12 Jahren