Fata Morgana

Drama, Deutschland 2007, 87 min

Ein Trip in die Wüste kann eine einmalige Erfahrung sein, aber auch an Grenzen führen. So könnte man aus Erfahrungen von 100 Jahren Filmgeschichte und unzähliger Literatur formulieren.
Ähnliches muss auch das junge Pärchen Daniel und Laura erfahren. Auf ihrer Urlaubsreise in ein Hotel in Agadir in Marokko, beschließen sie, mit einem Jeep für einen Tagesausflug in die West-Sahara aufzubrechen. Berauscht von der endlosen Weite der Wüste fahren sie durch unberührten Sand. Natürlich ohne Orientierung und Wasser. Und als die Rückfahrt antreten wollen, springt der Wagen nicht an. Da taucht wie aus dem Nichts ein Retter auf: Ein mysteriöser französischer Weltenbummler auf einem Motorrad. Er will ihnen helfen. Doch anstatt nach Agadir führt er Daniel und Laura tiefer in die Sahara. Zwischen den dreien entwickelt sich ein kompliziertes Geflecht aus Misstrauen und Lügen, ein Konflikt, der sich jeden Augenblick entladen kann.
Ein konsequent minimalistischer Wüsten-Thriller, der zum existenzialistischen Drama wird. Aus der kaum vorhandenen Story mit gerade mal drei Figuren wird dank einer hervorragenden Kamera und inszenatorischem Geschick ein spannender Film gemacht. Wenn auch die Tatsache, dass eigentlich nichts passiert und die Auflösung an sich auch nicht für den Aha-Effekt sorgt, nicht dazu beitragen, dass der Film Zuschauerrekorde aufstellen wird.