Nichts als Gespenster

Drama/Episodenfilm, Deutschland 2007, 119 min

Ellen, Caro, Ruth, Felix, Jonas sind auf den staubigen Highways der USA, in der deutschen Provinz und auf Jamaika auf der Suche nach der Liebe. Diesem Gefühl, das uns stark und verletzlich zugleich sein lässt. Doch manchmal macht die Liebe alles komplizierter, egal wo man gerade ist.
Fünf Handlungsfäden, über die ganze Welt gespannt, verknüpfen sich zu einer großen Geschichte. Und da ist es egal, ob durch eine wundersame Begegnung mit einer Geisterjägerin in den USA sich alles verändert oder durch das Verlieben in den neuen Schwarm der besten Freundin. Die Gefühlslage hat etwas von einem Hurrikan, der sich auch bildgewaltig bei Noras Besuch auf Jamaika zusammenbraut. Die Liebe kennt halt keine Regeln und keine Orte. Was vor allem zählt, ist sie anzunehmen, wo und wie man sie trifft - und auf der Suche nach ihr vielleicht ein Stück von sich selbst zu finden…
Mit Leichtigkeit, lakonischem Humor und einem feinen Gespür für Zwischentöne verwebt Martin Gypkens, der mit seinem Regiedebüt, dem lakonischen Portrait ? junger Leute Mitte zwanzig »Wir« vor einigen Jahren zu überzeugen wusste, virtuos die Erzählungen Judith Hermanns zu einer Liebeserklärung an das Leben. Authentisch, atmosphärisch dicht und in eindringlichen Bildern. Ihm zur Seite stand ein wunderbares Schauspielerensemble, u.a. mit Jessica Schwarz (»Der Rote Kakadu«), Maria Simon (»Good Bye, Lenin!«), August Diehl (»Die Fälscher«) und Stipe Erceg (»Die fetten Jahre sind vorbei«).