Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück

Drama, Frankreich/Deutschland/Tschechisch Republik 2008, 120 min

Es scheint verbürgt, dass unsere französischen Nachbarn nicht nur das Kino, sondern auch die Musik erfunden haben. Zumindest wissen sie beides auf’s Trefflichste miteinander zu verbinden. Faubourg 36 ist die Adresse gepflegten Amüsements im Arbeiterviertel von Paris, und Abend für Abend gibt es dort, im Revuetheater „Chansonia“, die große Show für kleines Geld. Doch mitten in der Silvester-Gala des Jahres 1935 stellen die Bühnenarbeiter, allen voran der überzeugte Kommunist Milou und sein Freund Pigoil, das „Chansonia“ auf den Kopf und beschließen, sich dem Streik der Pariser Arbeiterschaft solidarisch anzuschließen. Außerdem schuldet ihnen der Direktor noch den Lohn für drei Monate. Der Direktor gibt sich kurzerhand die Kugel, weil ihm Monsieur Galapiat, der wohlanständige Pate des Viertels, wegen der Schulden im Nacken sitzt. Angesichts leerer Taschen und harter Zeiten entschließen sich Pigoil, Milou und die anderen, in dem zwischenzeitlich leer stehenden Theater eine eigene Show auf die Bühne zu stellen. Schnell wird klar, dass es mehr braucht als ein paar zupackende Hände. Die bezaubernde Mademoiselle Douche erscheint wie der sprichwörtliche Engel. Für so eine Show braucht es schließlich auch ein paar schöne Beine, et voila, und Mademoiselle singt obendrein noch ganz vortrefflich. Die Leute sind aus dem Häuschen, der Laden brummt und Milou ist von der kleinen Douche noch auf ganz andere Art entzückt. Doch nun fangen erst die echten Probleme an. Denn Monsieur Galapiat, der wohlanständige Pate des Viertels, hat ebenfalls sehr weitreichende Pläne mit der jungen Dame. Und die wiederum kann sich der Verlockung, im Radio singen zu dürfen, nicht wirklich entziehen. Turbulent geht es zu in dem neuen Film von Christoph Barratier, dessen Name seit »Die Kinder des Monsieur Mathieu« etwas bekannter sein dürfte. Großartig sind die Kulissen, burlesk ist das Treiben und ganz wundervoll die Musik. Es heißt, für den Film wurden allein sechzig Lieder komponiert…