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Avatar - Aufbruch nach Pandora

Science-Fiction/Action, USA 2009, 161 min

Huii, der König der Welt ist wieder auf Tasche und hat uns einen neuen Film mitgebracht. Die Rede ist von keinem Geringeren als James Cameron, der es sich seit 1997 etwas gemütlich gemacht hat und offensichtlich erst mal den »Titanic«-Erfolg und das dazugehörige Geld verdauen musste. Nee, nee, auch in den letzten zwölf Jahren war James natürlich fleißig und hat neben der Vorbereitung des vorliegenden Filmes eher dokumentarfilmisch fürs Fernsehen gearbeitet. Seit »Terminator« begibt sich der Regisseur nun wieder ins Reich des Science-Fiction und ließ wie gewohnt ordentlich das Portemonnaie krachen, so dass »Avatar« wiederholt der teuerste Film aller Zeiten geworden ist, was uns aber nicht sonderlich bekümmern sollte, da der Nächste kommt - gewiss. Ich will jetzt erst gar nicht aufzählen, wie viele Weltraumfilme es gibt, in denen die Menschheit auf anderen Planeten nach irgendwelchen Bodenschätzen sucht, jedenfalls ist das in »Avatar…« wieder mal der Fall, wir schreiben das Jahr 2209 und der Ihnen hier vorliegende Artikel ist im Museum für Völkerkunde hinter Glas zu besichtigen. Die Rohstoffe der Erde sind aufgezehrt und Vattenfall heißt RDA. Auf einem Mond Namens Pandora hat man ein wertvolles und energiereiches Gestein mit der Bezeichnung Unobtanium gefunden. Einziges Problem, auf Pandora herrscht eine Atmosphärengemisch aus Chlor, Ammoniak und Methan. Ein Zustand, der ungefähr mit der atmosphärischen Belastung der früheren Toiletten unterm Postplatz vor allem in den Sommermonaten vergleichbar ist. Weiteres Problem ist der dichte Megadschungel des Planeten, der einen Abbau fast unmöglich macht. Aber auf Pandora leben auch noch menschenähnliche und intelligente Humanoiden, die Na'vi, welche im ökologischen Einklang mit der Natur leben und es geschafft haben, ohne Waldschlösserbrücke zu leben. Zum Zwecke der Unterwanderung der Na'vi haben Vattenfall, äh sorry RDA ein Mischwesen aus Mensch und Na'vi geschaffen, welches das Bewusstsein eines Menschen in sich aufnehmen kann und so von ihnen auf dem Planeten frei steuerbar ist. Leider ist der Kollege verstorben, der den ersten Avataren manövrieren soll, und so bittet man den Bruder des Verstorbenen, Jake Sully, einen Ex-Marine, die Mission zu übernehmen. Wäre das mit dem Marine auch geklärt. Dann kommt natürlich, was kommen musste, Jake verknallt sich in die Na´vi-Frau Neytiri, was ihm zwar Tor und Tür zu den Na´vis öffnet, aber dem RDA-Konzern überhaupt nicht gefällt. Denn blöderweise befindet sich das meiste Aufkommen an Unobtanium unter einem über 200 Meter hohen Baum auf dem die Na´vis leben. Jake soll nun, Dank seiner guten Beziehung, die Na´vis dazu überreden, doch ihren Baum zu verlassen. Der denkt natürlich nicht im Geringsten daran und das wäre auch ein Punkt gewesen, wo man hätte Vattenfall fragen sollen, die den Na´vis wahrscheinlich 6km weiter einen 400 Meter hohen Baum hingezimmert hätten. Da hier aber auch etwas Action dazugehört und Vattenfall 2209 zu sehr in der Lausitz mit dem Bootsverleih beschäftigt ist, kommt es zum, ich weiß nicht, wie oft ich es schon geschrieben habe, alles entscheidenden Kampf. Dabei nutzen die Na´vis eine Gabe, die die Erdlinge nicht haben. Sie gehen eine absolute Verbindung mit der Natur und allen Lebewesen des Planeten ein. Das ist so bisschen Vietnamkrieg auf modern und Pocahontas meets Zukunft. Da fällt mir gerade ein, dass die Weltraumqueen Sigourney Weaver auch mit an Bord ist und ich bei ebay mal ’nen Navi schießen wollte.
Ray van Zeschau (navilos)

Buch: James Cameron

Regie: James Cameron

Darsteller: Sam Worthington, Zoe Saldana, Sigourney Weaver, Lola Herrera, Laz Alonso, Wes Studi, Peter Mensah

Kamera: Mauro Fiore

Musik: James Horner

Produktion: Lightstorm Entertainment, James Cameron, Jon Landau

Bundesstart: 02.09.2010

Start in Dresden: 02.09.2010

FSK: ab 12 Jahren