Mahler auf der Couch

Drama, Deutschland/Österreich 2010, 101 min

Leidenschaftlich und humorvoll erzähltes Ehedrama um Gustav und Alma Mahler, Walter Gropius und Siegmund Freud nach authentischen Begebenheiten.
Gustav Mahler, international gefeierter Dirigent, Komponist und Direktor der Wiener Hofoper, und Alma Mahler, eine 20 Jahre jüngere bildschöne junge Lady mit Geist und Witz an seiner Seite sind vor gut hundert Jahren zusammen so etwas wie Brangelina. Ständig umgeben von Theatralik und Klatsch. Die Welt der großen Oper. Wien in seiner heißesten Phase. Die Zeit der Sezession. Die moderne Kunst nahm ihren Anfang. Picasso, Schönberg, Kandinsky, Frank Lloyd Wright, Gustav Klimt. In der Villa Moll, wo Alma aufwuchs, trafen sich namhafte Künstler und Intellektuelle. Maurice Ravel erschien geschminkt am Frühstückstisch.
Im Sommer 1910 bekommt Gustav Mahler einen Brief, der an ihn adressiert, aber für seine Frau Alma bestimmt ist. Absichtlich oder nicht, ist leider nicht überliefert. Der Absender ist der junge, gut aussehende und talentierte Architekt Walter Gropius, der Liebhaber seiner Frau. Darin beschreibt er detailliert seine Affäre mit Alma (die später noch Beziehungen mit Oskar Kokoschka und Franz Werfel hatte). Mahler ist am Boden zerstört. Seine begonnene 10. Sinfonie bleibt ein Fragment. Er bekommt keine vernünftige Note mehr zu Papier.
Mahler begibt sich zu Dr. Siegmund Freud, ein zu Lebzeiten bereits anerkannter Psychoanalytiker, der ihm helfen soll, das ganze Dilemma zu verstehen.
Dass die Sitzung mit Siegmund Freud stattgefunden hat, ist verbürgt. Wie sie aber tatsächlich verlief und wie sich das ganze Drama abgespielt hat, ist frei erfunden, so Persy (»Out of Rosenheim«) und Felix Adlon (Regie und Drehbuch). Um der tragischen Geschichte und dem Zeitgeschehen allerdings so nahe wie möglich zu kommen, liegen dem Film Biografien, Briefe, Tagebücher und Augenzeugenberichte zugrunde.
BSC