Eintrittskarten sind ab 01.08.2020 erhältlich

IRAK - KURDISTAN

mit David Lohmüller

Sonderveranstaltung

Den Irak bringt man in Europa vor allem mit Krisen, Krieg und Katastrophen in Verbindung. Der Freiburger Fotograf David Lohmüller ist mehrfach im Norden des Landes unterwegs gewesen und berichtet in seiner eindrucksvollen Fotoreportage von einer einzigartigen Region, die weitaus mehr zu erzählen hat: Großartige Landschaften, pulsierende Städte, bunte Basare, traditionelle Feste und der Alltag der Menschen.

David Lohmüllers Reiseziele sind selten klassische Urlaubsregionen. Er war in Iran und Pakistan unterwegs, reiste durch Bangladesh und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln über Syrien und den Libanon nach Ägypten gefahren. Doch was hat ihn dazu bewegt, in den Irak zu gehen? Seine bisherigen Erlebnisse machten ihm bewusst, wie einseitig unser Bild von muslimisch geprägten Ländern und Krisenregionen ist:

„Ich will den Blick auch darauf lenken, was in der Berichterstattung oft zu kurz kommt. Es gibt schließlich einen Alltag, eine wunderbare Natur, religiöse Vielfalt, beeindruckende Kulturen, Menschen, die lachen, arbeiten, diskutieren und feiern – das Positive.”

Für seine Reise in den Nordirak gibt es für den Freiburger zwei weitere Impulse. Er will die Heimat einer Familie kennen lernen, die er im griechischen Flüchtlingslager Idomeni ins Herz geschlossen hat. Und er will gemeinsam mit anderen Freiwilligen ein Hilfsprojekt in ehemals umkämpften Gebieten durchführen.

Ein Taxi bringt ihn im März 2018 von der Türkei in die Autonome Region Kurdistan im Norden des Irak. Seine erste Station ist ein Waisenhaus in der Nähe der Universitätsstadt Dohuk. In der Region leben mehr als 300.000 Binnengeflüchtete, die meisten davon Jesiden aus dem Dschabal Sindschar, einem Höhenzug, der 2014 durch ein Massaker der IS-Milizen traurige Berühmtheit erlangte. Im Rahmen seines Hilfsprojektes lernt Lohmüller viele der betroffenen Menschen und deren bewegende Geschichten kennen. Er erlebt ihren Alltag, nimmt teil an traditionellen Festen und besucht das größte jesidische Heiligtum Lalesh. Er erkundet auch die Natur- und Kulturlandschaften der Region. Die weiten Talebenen des Tigris, karstige Bergketten, fruchtbare Weiden und den riesigen Stausee vor der größten Talsperre des Irak fängt er mit seiner Kamera ein.