Fokus Syrien 1: Kino des Aufbruchs

Alle Informationen: www.filmfest-dresden.de

Sonderveranstaltung

Die Regisseure Omar Amiralay, Mohammad Malas und Ossama Mohammed gelten als Gründerväter des syrischen Autorenkinos, das seinen Ausgang in den 1970er Jahren nahm und mit seinem gesellschaftskritischen Anspruch bis heute Generationen von Filmschaffenden prägt. In diesem Programm zeigen wir drei Meilensteine der syrischen Filmgeschichte: „Film-Essay über den Euphrat-Staudamm“ (1970) und „Die Hühner“ (1977) des 2011 verstorbenen Dokumentaristen Omar Amiralay sowie „Step by Step" (1979) von Ossama Mohammed, den der Regisseur persönlich vorstellen wird.
Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts, der Sächsischen Staatskanzlei und des Lokalen Handlungsprogrammes der Landeshauptstadt Dresden
OF Arabisch mit engl. UT

Film-Mouhawala aan Sad al Fourat
Omar Amiralay, Syrien 1970, 13 min, Dokumentarfilm
Der erste Film des Dokumentarfilmemachers Omar Amiralay zeigt die Bauarbeiten am Euphrat-Staudamm, der das Leben der Menschen in den umliegenden Dörfern erheblich verbessern sollte.

Al Dajaj
Omar Amiralay, Syrien 1977, 41 min, Dokumentarfilm
In diesem Film visiert Amiralay mit bissigem Sozialkommentar und symbolischer Ironie die industrielle Hühnerhaltung im ländlichen Sadad an. Er dokumentiert, wie die bäuerliche Bevölkerung hier in immer größere Not geraten ist, da die Regierung zu Ungunsten der kleinen Betriebe durch wirtschaftliche Maßnahmen die industrielle Eierproduktion propagiert hat.

Khutwa Khutwa
Ossama Mohammed, Syrien 1978, 23 min, Dokumentarfilm
Syrien 1977. Bilder vom dörflichen Alltag und dem rudimentären Bildungsangebot auf dem Land verdichten sich zu einem Porträt junger Dorfbewohner. Sie haben die Wahl zwischen dem harten Alltag des bäuerlichen Lebens ihrer Eltern oder einer Existenz als Arbeitsemigrant in der Stadt. Gefangen zwischen religiösen und politischen Ideologien und von Autorität geradezu besessen, bevorzugen viele der jungen Landarbeiter das Militär.