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Mercy

Science-Fiction/Thriller, USA 2025, 90 min

Stell dir vor, du wachst auf, und das System, das du einst gefeiert hast, will dich hinrichten. Genau in dieser Zwickmühle steckt Detective Chris Raven (Chris Pratt) in dem Sci-Fi-Thriller »Mercy«. In Los Angeles in einer nahen Zukunft sieht die Gesellschaft schwere Verbrechen geradezu als Normalität an. Um schneller und gerechter urteilen zu können, wurde ein hochentwickelter KI-Richter eingeführt, der über Schuld und Unschuld entscheidet. Über Leben und Tod.
Was wie der Plot eines dystopischen Tech-Thrillers klingt, wird schnell ganz persönlich: Chris steht selbst vor Gericht - angeklagt, seine eigene Frau ermordet zu haben. Und die Uhr tickt: Er hat genau 90 Minuten Zeit, um KI-Richterin Maddox (Rebecca Ferguson) zu beweisen, dass er unschuldig ist - bevor sie über sein Leben entscheidet. 
Das ist clever gedacht, weil »Mercy« nicht nur ein technoider Zukunftsfilm ist, sondern ein Rennen gegen die Zeit, das im Gerichtssaal selbst spielt. Chris Pratt hat sich für seine Rolle sogar etwas Besonderes einfallen lassen: Er bestand darauf, während der Prozessszenen wirklich in einen High-Tech-Stuhl geschnallt zu werden, mit Füßen und Händen fixiert - vor dem Hintergrund, dass echte Enge auch echte Emotion erzeugt. 
Rebecca Ferguson ist als kühle, unerschütterliche A.I.-Richterin perfekt gecastet - eine Stimme und Präsenz, die immer wieder die Frage aufwirft: Wessen System ist gerecht? 
In »Mercy« kombiniert Regisseur Timur Bekmambetov irre Spannung mit einem sehr aktuellen Thema: Die Vorstellung, dass ein Computer über Leben und Tod entscheidet, wirkt gerade nicht komplett abwegig … 

Viktoria Franke